Kletterrouten Wilder Kaiser » Totenkirchl » Nordwand zur 1. Terasse
Zottweg bis zur 2. Terrasse
| Bewertung | Ernsthaftigkeit |
|---|---|
| 3 | E3 |
| Kletterzeit | Kletterlänge |
|---|---|
| 2 h |
| Wandhöhe | Exposition |
|---|---|
| 250 m | N |
| Beliebtheit |
|---|
| 1 |
Routencharakter
Historischer Anstieg, den die Zweitbesteiger des Totenkirchls wählten. Relativ knackiger, zudem oft nasser Kamin am Anfang. Einige weitere Kaminstellen im weiteren Verlauf, dazwischen aber viel Grasschrofen. Der Weg mündet auf der 2. Terrasse in den Führerweg. Klettertechnisch deutlich weniger lohnend und inhomogener als der Führerweg.
Schwierigkeit
3 (eine längere Stelle am Anfang), sonst meist 2-3 oder leichter
Absicherung
Nur wenige (alte) Haken vorhanden.
Erstbegeher
Alois Zott, Josef und Heinrich Zametzer am 13.07.1881 anläßlich der zweiten Besteigung des Totenkirchls.
Zustieg
Vom Stripsenjoch auf dem Zustiegsweg in den Teufelswurzgarten. Bevor der Weg an einem Sattel nach links in Richtung Führernadeln aufsteigt, zweigt rechts ein Steiglein hinab zum Hubschrauberlandeplatz ab. Von dort über den Vorbau links der Steilen Wand aufwärts. Am besten zuerst auf einer Grasrampe nach links, dann rechts in die Rinne queren hinauf zum höchsten Punkt des Vorbaus (brüchige Schrofen, Stellen 1 - 2, ca. 30 Minuten vom Stripsenjochhaus).
Einstieg
Am höchsten Punkt, ganz hinten am Fuß des dunklen, oft nassen Kamins.
Routenverlauf
Von rechts her in den etwa 15 m hohen und fast immer nassen “Zottkamin” durch den man anstrengend hinaufstemmt bis zu einer Nische (3). Aus der Nische quert man luftig nach Westen in den “Rosigen Kamin” und steigt durch ihn hinauf, bis man nach rechts in die Rinne queren kann durch die der Krafftkamin heraufkommt (2-3). Rechts haltend hinauf zur 1. Terrasse. Nun steigt man über Grasschrofen nach rechts aufwärts auf den Nordwestgrat zu und kommt durch eine Rinne und den engen Tavonarokamin (3) in eine Scharte. Der enge Kamin lässt sich angenehmer rechts umgehen und man steigt dann von Norden hier auf die Schichttafel nördlich der Scharte. Die Scharte wird überspreizt und über eine Platte gelangt man in ein markantes rechteckiges Schärtchen, das man bereits von der 1. Terrasse aus sieht. Von diesem Schartl quert man nun westseitig etwa 40 m auf Grasbändern nach Süden in eine kurze Rinne und an ihrem Ende nach rechts (3-). Über Fels- und Grasbänder gelangt man nun ohne Schwierigkeiten zur zweiten Terrasse und zum Führerweg.
Abstieg
Über den Führerweg absteigen oder abseilen.