Totenkirchl über den Normalweg
Plan B als leichte Kletterroute im Kaiser
Eigentlich wäre heute die Via Classica an der Fleischbank geplant gewesen. Allerdings war ich zu dämlich, meinen Klettergurt einzupacken, so dass wir am Einstieg umplanen mussten. Die geringe Hoffnung, an der Strips einen Gurt auszuleihen, hat sich dort dann aber zerschlagen und so musste es eine Tour sein, die ich auch ungesichert gehen kann. Damit es nicht zu langweilig wird und der Michael auch noch ein bisschen zum Klettern kommt, fiel die Wahl auf den Normalweg, den sog. “Führerweg” aufs Totenkirchl, der immerhin ein paar nette 3er-Passagen aufweist und sowieso landschaftlich grandios ist. Die Tour finde ich immer lohnend und mache sie auch gerne öfter im Jahr.
Wie befürchtet, war heute einiges los am Kirchl. Alleine am Führerweg waren schon etwa ein halbes Dutzend Seilschaften unterwegs. Dazu wurden Stöger-Gschwendtner-Kamin, Christ-Fick-Kamin, Nieberlkamin, Kirchlexpress und vermutlich noch einige weitere Routen begangen. Im Aufstieg sicherte ich den Michael über die schwierigsten Passagen. Das meiste gingen wir aber seilfrei, so dass wir nur kurzzeitig hinter anderen Seilschaften warten mussten. Beim Abstieg ballte es sich dann aber im unteren Teil etwas an den Abseilstellen. Zum Glück fanden wir nette Gesellschaft aus dem Xeis und haben uns gut unterhalten.
Wetter und Bedingungen waren heute perfekt. Der Aufstieg am Vormittag zwischen 8 und 9 zum Stripsenjochhaus war noch überraschend angenehm. Nordseitig konnte man in kurzen Hosen und T-Shirt klettern, auch wenn es mit Wind zum Warten am Standplatz etwas frisch war, dafür war man dann für den sonnigen Gipfelendspurt perfekt angezogen.