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Spitzsteinwand

Die Spitzsteinwand liegt in den westlichen Chiemgauer Alpen und bietet sowohl kurze Sportkletterrouten als auch anspruchsvolle Mehrseillängenrouten.

Spitzstein - Sportklettergebiet

Die gesamte Spitzsteinwand von Nordosten

Eindrucksvolle Wand am Chiemgauer Wander- und Skitourenberg

Diese für Voralpenverhältnisse eindrucksvolle Wand bricht vom Gipfel des Spitzstein nach Osten/Nordosten auf ca. 500 Meter Breite teilweise 100 Meter ab. Der Fels ist sehr kompakt und oft unstrukturiert, weshalb hauptsächlich Kletterer jenseits des 7. Schwierigkeitsgrades fündig werden. Die leichteren Passagen (Risse, geneigte Wandabschnitte) sind oft stark bewachsen.

Anfahrt

Von der Inntalautobahn in Brannenburg oder Oberaudorf herunterfahren und an der Ostseite des Inns nach Erl. Hier zweigt in der Ortsmitte die Straße auf den Erlerberg ab. Immer den Ausschilderungen zum Spitzstein folgen bis kurz vor das Spitzsteinhaus, wo es einen eingezäunten Parkplatz gibt. Die Schranke des Parkplatzes bitte wieder schließen, damit die Kühe keine Autos beschädigen.

Zustieg

Auf einem Wanderweg unterhalb des Spitzsteinhaus rechts nach Osten bis zur Auer Alm. Hinter der Alm links dem kleineren Weg in Richtung Klausen folgen, der direkt unterhalb der Wand vorbeiführt. 20 - 35 min. vom Parkplatz (je nach Sektor).

Kletterrouten

Inzwischen gibt es am Spitzstein rund 70 Kletterrouten. Die Kletterei ist meist technisch sehr anspruchsvoll - auch in den schwierigen Routen im 9. und 10. Grad überwiegt senkrechte bis leicht überhängende Wandkletterei. Die leichteren Routen verlaufen meistens entlang natürlicher Felsstrukturen wie Rissen, Verschneidungen oder Rampen. Der Schwerpunkt liegt im Schwierigkeitslevel 8-10, es gibt aber auch eine ganze Reihe an schönen 7ern und sogar einige leichtere Wege. Die meisten Routen sind Sportkletterrouten von 10 - 40 m. Für einige Routen ist ein 80 m Seil sinnvoll. Es gibt auch Routen durch die gesamte Wand mit mehreren Seillängen.

Absicherung

Die neuen Routen sind großteils mit Klebehaken und Edelstahl-Schwerlastankern Abständen gesichert. In einigen wenigen Routen müssen größere Abstände in Kauf genommen werden, vor allem in den Mehr-Seillängen-Routen im leichteren Gelände. Teils können hier Klemmkeile oder Friends verwendet werden. Es es gibt auch ältere Routen mit Material ungeklärter Herkunft oder Haltbarkeit. An vielen Umlenkern befinden sich Kettenstände mit Stahlkarabinern oder Ringen zum Durchfädeln. Das Material wurde zu großen Teilen privat von den lokalen Erschließern aufgebracht. Ein Teil des Sicherungsmaterials wurde aus einem Ausrüstungspool bereitgestellt, der von folgenden Sponsoren unterstützt wird: DAV-Sektion Rosenheim, DAV-Sektion Bergbund Rosenheim, DAV-Sektion Bad Aibling, DAV-Sektion Stützpunkt Inntal, Montagne-Sport Rosenheim, IKO Sport Raubling sowie Bolting.eu.

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