Markus Stadler

Klettern hinter Schliersee und Tegernsee

Ruchenköpfe

Traditionelles Trainingsgebiet für die Münchner Kletterer

Ruchenköpfe Südwand
Saisonauftakt an den Ruchenköpfen.

Die Ruchenköpfe im Rotwandgebiet sind ein traditioneller Klettergarten in alpiner Umgebung. Ein vielfältiges Routenangebot in typischem Voralpenkalk mit meist guter Absicherung gibts hier in sonniger Lage. Aufgrund des anstrengenden Zustiegs sind hier meist relativ wenige Kletterer anzutreffen, so dass die meisten Routen nur gelegentlich geklettert werden. Nur die leichteren Klassiker werden vor allem am Wochenende stärker frequentiert.

An den Ruchenköpfen wird an der Süd- und Westwand geklettert. Die meisten Kletterer sind an der Südwand anzutreffen, wo man vor allem im Frühjahr und Herbst meist sehr gute Bedingungen findet. Die Westwand eignet sich auch im Sommer sehr gut, wo es am vormittag im Schatten angenehm kühl ist und lange die Abendsonne hinscheint. Als Stützpunkt bietet sich das nahe gelegene Rotwandhaus an, das etwa 20 - 30 Minuten Fußmarsch entfernt ist.

Anfahrt:

Mit der Bahn: Die Oberlandbahn hält auf der Strecke Miesbach–Bayrischzell in Schliersee und in Geitau. Von Schliersee fahren regelmäßig Busse zum Spitzingsee.
Mit dem Auto: Von München kommend über die A8 bis Weyarn und über Miesbach und Schliersee zum
Spitzingsee oder nach Geitau. Von Rosenheim über Bad Feilnbach, Hundham und Fischbachau dorthin.

Zustiege:

1. Vom Spitzingsee zu Fuß: Vom Südende des Sees über eine Fahrstraße (anfangs geteert) immer der Ausschilderung zum Rotwandhaus folgend (besser mit MTB), ca. 1,5 h. Vom Haus dem Wanderweg in 20 min über die Kümpfelscharte und links am Auerspitz vorbei zum Brotzeitfelsen an den Ruchenköpfen.

2. Vom Spitzingsee mit der Taubensteinbahn zur Bergstation. Über Kleintiefental-Alm und Miesingsattel
zur Kümpfelscharte und weiter zum Brotzeitfels (ca. 1Std. von der Bergstation).

3. Mit dem Bike von Geitau: Zuerst flach am Segelflugplatz vorbei zur Mieseben-Diensthütte. Abzweigungen rechts werden ignoriert und die zunehmend steilere Straße führt über die Schellenberg-Alm zum Soinsee (ca. 1 Std.). Nun zu Fuß links am See vorbei in 30 Min. hinauf zum Brotzeitfels. Wer an der Westwand oder am Sebaldstein klettern möchte, kann noch bis zur Großtiefentalalm weiterradeln und von dem Wanderweg Richtung Rotwand, dann links auf Steigspuren zu den Felsen aufsteigen.

Kletterführer:

Kletterführer Bayerische Alpen, Band 1 Kletterführer Bayerische Alpen Band 3
Bayrischzell - Benediktbeuern

Die Klettergebiete zwischen Rotwand und Benediktenwand in den unmittelbaren Münchner Hausbergen.