Kletterrouten Wilder Kaiser » Sonneck » Ostgrat
Ostgrat
| Bewertung | Ernsthaftigkeit |
|---|---|
| 3 | E3 |
| Kletterzeit | Kletterlänge |
|---|---|
| 1 - 2 h | 260 m |
| Wandhöhe | Exposition |
|---|---|
| 120 Hm | O |
| Beliebtheit |
|---|
| 4 |
Routencharakter
Sehr schöne luftige Gratkletterei an meist festem, griffigem Fels. Durch den langen Zu- und Abstieg aber eher konditionell als klettertechnisch fordernd.
Schwierigkeit
3 (kurze Stellen) überwiegend 2 und leichter
Absicherung
Kaum Haken vorhanden, aber Sicherung an Felsköpfeln gut möglich. Meistens wird der Grat ganz oder überwiegend seilfrei begangen.
Empfohlene Ausrüstung
Schlingen
Erstbegeher
Georg Leuchs am 29.06.1901
Zustieg
Vom Ghf. Jägerwirt oberhalb von Scheffau an der Wegscheidalm vorbei auf dem Weg in Richtung Treffauer, bis zum Wasserfall unterhalb des Schneekares. Weiter am Weg rechts hinauf ins Schneekar und auf Steigspuren im Kar links aufwärts und teilweise etwas mühsam nach links aufwärts in den linken obersten Karwinkel an den Beginn einer Rinne mit Klemmblock. Unter dem Klemmblock hindurch und durch die Rinne hinauf (Stellen 1 - 2) auf die Geröll und Schrofenterrasse oberhalb. An ihrem rechten Rand aufwärts bis in die Scharte zwischen Kleinkaiserl und Sonneck (2140 m). Gehzeit vom Jägerwirt 2,5 bis 3 h (gut 1200 Hm).
Einstieg
Die Tour beginnt ganz rechts an dem schmalen Grat direkt in der Scharte zwischen Kleinkaiserl und Sonneck.
Routenverlauf
Man folgt dem anfangs ziemlich schmalen und fast horizontalen Grat sehr luftig aber klettertechnisch einfach (1). Vor der ersten Scharte muss man kurz ein paar Meter südseitig abklettern (2) und quert dann in die Scharte. Aus der Scharte über Graspolster und ein paar Felsen wieder hinauf auf den Grat und auf ihm bis vor ein spitzes Türmchen. Dieses umgeht man absteigend auf der Südseite in die nächste Scharte und wechselt dort auf die Nordseite (bis hierher meist 1). Aus der Scharte ein paar Meter durch die Rinne nach Norden absteigen und dann eine kurze Querung nach links (orografisch) in die Nordwand, bis man in griffigem Fels wieder zum Grat hinaufklettern kann (2). Kurz wechselt man hier auf die Südseite und klettert dann über eine kurze, exponierte Stelle (3-) direkt am Grat hinauf auf den nächsten Turm. Die Stelle löst sich gut auf und ist leichter als sie aussieht. Weiter einige Meter direkt entlang des Grats zum nächsten steilen Aufschwung. Am besten von links her auf ein Graspolster an der Nordostkante. Dort bei einem Normalhaken direkt 8 m steil aber griffig hinauf zum Grat (3) und bis vor ein recht glattes Türmchen. Direkt über die kompakte 3 m hohe Wand hinauf zum höchsten Punkt des Turme (3). Am Grat weiter und etwas abwärts in die Scharte vor dem Gipfelaufschwung. Hier am besten links über die Nordostkante (2) hinauf auf den flachen Gipfelgrat und wenige Meter nach rechts zum Gipfelkreuz.
Abstieg
Vom Gipfel auf dem markierten Weg nach Westen abwärts und mit kurzem Gegenanstieg (Drahtseil) hinauf auf die Kopfkraxen. Nun weiter auf dem markierten Wanderweg nach Westen über den breiten Grat, dann über den steilen Wiesberg hinab zum Wasserfall, wo man auf den Aufstiegsweg trifft. Abstiegszeit ca. 2 h (1400 Hm).
Übernachtung oder Einkehr
Gasthaus Jägerwirt am Ausgangspunkt der Tour. Sowohl an der Oberen als auch an der Unteren Alm finden sich im Spätsommer oft Getränke in den Wassertrögen, an denen man sich man gegen Bezahlung in die Kasse selbst bedienen kann.
Topo
Ein Topo befindet sich im Kletterführer "Wilder Kaiser".