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Skitouren in Georgien: Gudauri, Kazbeg

Endlose Firnabfahrt vom Bidara zum Kreuzpass
Endlose Firnabfahrt vom Bidara zum Kreuzpass

Skitouren im georgischen Kaukasus heißt vor allem: oft viel Schnee, einsame Hänge, unberührte und unzugängliche Täler und natürlich die berühmte Gastfreundschaft der Georgier. Das mit Abstand ergiebigste Skitourengebiet liegt etwa 2 - 3 Fahrstunden südlich von Tbilissi zwischen Pasanauri und Kazbegi. Als Stützpunkt bietet sich Gudauri an, da man von hier aus jede Menge Touren unternehmen kann und auch schnell an allen anderen Ausgangspunkten entlang der Georgischen Heerstrasse ist. Von Weihnachten bis Anfang April wird hier allerdings Heli-Skiing betrieben, weshalb es teilweise zu Beeinträchtigungen der Ruhe kommen kann. Ideale Tourenzeit ist etwa Anfang bis Mitte April, da dann die Temperaturen schon wieder höher sind aber meist auch noch genügend Schnee liegt. Insbesondere wenn man seinen Skitourenurlaub mit dem Kazbeg krönen möchte ist April die ideale Jahreszeit.

Obwohl Guauri mit unzähligen Skitourenmöglichkeiten übersäht ist, findet man dort weniger gut Unterkünfte für Übernachtungen. Man sollte sich also bereits vor der Ankunft um Übernachtungsmöglichkeiten kümmern oder Kontakt mit deutschsprachigen Vermittlern suchen, wie http://adventureroutine.de/de/travel/georgia.

 

Swanetien/Mestia
Wenn man von Gudauri ca 400 km westlich blickt, findet man Swanetien. Obwohl Swanetien ursprünglich zum ‚Zermatt des Kaukasus‘ werden sollte und deshalb viel Geld in Infrastruktur und das Skiresort investiert wurde, findet man dort eher Einsamkeit und Wildnis und von Touristenströmen keine Spur. Hier ist man meistens mit 4x4 Jeeps unterwegs, denn wenn man sich auf kleinere Nebenstrassen begibt, um zu den Ausgangspunkten der Skitouren zu gelangen, ist die zusätzliche Power definitiv nötig. 

Und wenn man schon im Jeep sitzt und das einsame und ursprüngliche Swanetien erleben will, kann man in das höchstgelegene Dorf Europas Ushguli auf 2100 Metern reisen. Direkt vom Dorf aus sind einsame und wilde Skitouren möglich, die bis auf 3700 metern gehen und über vergletschertes Gelände führen. Und dieses Dorf ist nicht nur ein großartiges Skitouren Gebiet, sondern bildet auch mit seinen einzigartigen Wehrtürmen ein UNESCO Weltkulturerbe.

 

Kudebi (3006 m)

Dieser Berg ist für Skitouren auf den ersten Blick nur wenig interessant, da der Lift bis fast auf den Gipfel führt. Allerdings kann man die Tour so wählen, dass man das Skigebiet im Aufstieg wie in der Abfahrt kaum tangiert - und an Wochentagen sind hier im Skigebiet weniger Leute unterwegs als auf einer normalen Voralpen-Skitour in Bayern.

Die Tour eignet sich hervorragend, um einen Überblick über das Skitourengebiet Gudauri zu gewinnen, da sie über einen ausichtsreichen Kamm auf den sehr zentral gelegenen Gipfel führt. Auch viele verschiedene Abfahrtsvarianten sind - je nach Verhältnissen möglich.

==> Ausführliche Tourenbeschreibung mit Karte

Bidara (3174 m)

Der Hausberg von Gudauri fällt schon von weitem auf - ein breiter, makellos weisser Südhang zieht den Blick des Skitourengehers auf sich. Auf seiner Westseite verbirgt er jedoch erst die richtigen Schätze - bis zu 800 Höhenmeter hohe Riesenhänge mit gleichmässiger Neigung führen hinab zur Kreuzpass-Strasse.

Nur der Rückweg ist ein kleiner Wehrmutstropfen - am bequemsten ist es, wenn man sich dazu ein Taxi organisiert - oder man steigt über den Kamm wieder zurück... 

==> Ausführliche Tourenbeschreibung mit Karte

Sadzele (3307 m)

Der höchste Berg im Bereich des Skigebiets liegt genau auf der Grenze zwischen Asien im Süden und Europa im Norden. Bei sicheren Verhältnissen lässt sich hier eine geniale Eurasien-Tour unternehmen, die sowohl landschaftlich als auch Skifahrerisch sicherlich einer der Höhepunkte eines Skitourenurlaubs in Gudauri sein dürfte.

Legt man alle Anstiege zu Fuß zurück ergibt sich eine recht stattliche Höhenmetersumme - allerdings kann man auch aus dem Skigebiet starten und sich so die ersten 700 Höhenmeter etwas erleichtern.

==> Ausführliche Tourenbeschreibung mit Karte

Deda Ena (3488 m)

Die Skitour auf diese formschöne Pyramide startet direkt am Kreuzpass. Durch ideales Skigelände mit steileren und flacheren Passagen zieht man seine Spur bis zum Gipfelgrat. Dieser wird - je nach Verhältnissen - in relativ einfacher Schneestapferei oder mittelschwieriger Kletterei erklommen.

==> Ausführliche Tourenbeschreibung mit Karte

Kazbeg (5033 m)

Die Tour auf den höchsten Skiberg Georgiens stellt die perfekte Krönung eines jeden Skitouren-Aufenthalts in Gudauri dar. Nach der abenteuerlichen Fahrt über den Kreuzpass nach Kazbegi warten 3300 Höhenmeter auf den Tourengeher, die - im Gegensatz zum deutlich überlaufeneren Elbrus - auch alle aus eigener Kraft bewältigt werden müssen.

==> Ausführliche Tourenbeschreibung mit Karte

Racha

Einsam und abgeschieden

Der unbestiegene Dolomitisveri (3260m) mit seiner Nordflanke und dem Needle Colouir
Der unbestiegene Dolomitisveri (3260m) mit seiner Nordflanke und dem Needle Colouir
Am Ende des Needle Couloirs (600 meter lang und 50 Grad steil)
Am Ende des Needle Couloirs (600 meter lang und 50 Grad steil)

Racha ist eine weitgehend unerforschte und einsame Region im nördlichen Kaukasus zwischen Gudauri und Swaneti. 

Es gibt nur einen einzigen Bergsteiger hier und das ist Sergeii Potapenko. Er erforscht zusammen mit seinem Splitboard die unendlich weiten Täler und steilen Flanken von Racha von Ghebi aus.

Das Dorf Ghebi, das in mitten der gigantischen Berge von Racha liegt und das sich als Stützpunkt anbietet, befindet sich auf 1400 Höhenmetern. Doch die Berge drum herum überschreiten teilweise weit die 4000er Marke. Das bedeutet: lange Skitouren und beeindruckende und wilde Landschaften. Die Touren hier haben meistens den gleichen Charakter, da sie erst einmal durch weite Täler führen bis man das eigentliche Ziel erreicht. Deshalb macht Sergeii seine Touren oft in zwei Tagen und schläft eine Nacht in einer Schneehöhle. 

Hier ist also Kondition und Ambition gefragt.

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