Kletterrouten Wilder Kaiser » Totenkirchl » Sockelwand
Zwischen zwei Welten
| Bewertung | Ernsthaftigkeit |
|---|---|
| 7 | E2- |
| Kletterzeit | Kletterlänge |
|---|---|
| 4-5 h | 400 |
| Wandhöhe | Exposition |
|---|---|
| 350 m | O |
| Beliebtheit |
|---|
| 4 |
Routencharakter
Sehr abwechslungsreiche Kletterei an meist sehr gutem Kaiserfels. Anfangs steil und griffig, dann tiefe Wasserrillen an den glatten Schneelochplatten und leichteres Gelände mit Gehpassagen und Schrofen. Im oberen Teil wieder steil in kompaktem und sehr rauem Fels.
Schwierigkeit
7 (zwei Seillängen), einige Seillängen 6+ und 6, im Mittelteil über längere Strecken deutlich leichter inklusive einiger Gehpassagen. Schwere, lohnende Variante (8-/8) im oberen Wandteil möglich.
Absicherung
Sehr gut mit Bohrhaken, einigen Normalhaken und Sanduhren abgesichert auch in den leichten Passagen, trotzdem müssen die Schwierigkeiten in den 7er Längen zwingend geklettert werden.
Empfohlene Ausrüstung
12 Expressschlingen
Erstbegeher
Jakob Hechenberger vom 14.11.2025 bis 24.07.2026 im Rope-Solo von unten. Erster Gesamtdurchstieg Jakob Hechenberger und Melanie Aigner am 10.08.2026
Hinweise
Wenn die beiden Einstiegsseillängen nass sind oder im Frühjahr ein hartes Schneefeld in der Schlucht liegt, kann man den ersten Teil rechts über die Route Casanova umgehen.
Nach der 10. Seillänge gibt es in der Headwall 10 m rechts der Originallinie die schwierigere, sehr schöne Variante “Raue Angelegenheit” (8-/8, 40 m), die wieder in die Hauptroute am Stand vor der 13. Seillänge mündet.
Zustieg
Von der Griesner Alm in Richtung Stripsenjoch-Haus, bis links der Eggersteig abbiegt. Diesen bis zu seinem tiefsten Punkt folgen und auf Steigspuren aufwärts zur Wildangerwand. Dort links aufwärts in die tiefe Schlucht zwischen Fleischbank und Totenkirchl und in ihr noch etwa 30 Hm aufwärts bis zum Einstieg.
Einstieg
Die Route startet an der rechten Schluchtwand, der Einstieg ist angeschrieben. Oft liegt hier bis in den Hochsommer ein mächtiges Schneefeld, was den Zugang erschweren oder sehr heikel gestalten kann. Dann können die ersten vier Seillängen rechts über die Route Casanova umgangen werden.
Routenverlauf
Die Route führt aus der Schlucht hinauf zu den Schneelochplatten und über diese bis zum Eingang des Schneelochs. Dort geht es dann rechts über die steile Wand hinauf auf die Schrofenrampe oberhalb des Totenkirchl-Sockels, wo die Tour endet.
Abstieg
Nach der 14. Seillänge noch kurz aufwärts und rechts ums Eck zum Ausstieg der Route Belladonna. Hier führen rote Punkte sowohl nach oben, als auch nach unten. Besser den Punkten nach unten folgen: über Graspolster schräg nach links (Blick zum Tal) absteigen zu einem Felsen. Dort 5 Meter zwischen den Latschen und dem Felsen hinabsteigen zu einem markanten Band. Auf diesem 50 m nach links abwärts queren zur roten Markierung. Den roten Punkten folgend auf gut sichtbaren Trittspuren weiter queren und etwas aufwärts nach Nordwesten in das Schrofengelände des Heroldweg-Zustiegs. Über den Schrofenvorbau auf deutlichen Steigspuren abwärts und an seinem Abbruch entweder 1 x 50 m abseilen oder 10 m oberhalb der Abseilstelle auf deutlichen Spuren nach links, dann kurz abklettern (2-3) zum Führerweg und auf diesem die letzten 50 m hinab zur Grasterrasse am Fuß der "Führernadeln". Auf dem Totenkirchl-Zustieg nach Norden zum Stripsenjochhaus oder gleich rechts zwischen Bismarck und Kirchl-Sockel hinab in den Wildanger (1 Stunde vom Ausstieg).
Übernachtung oder Einkehr
Informationsquelle
Jakob Hechenberger, eigene Begehung am 23.8.26