Markus Stadler

Stützpunkt Kaisergebirge

Kaindlhütte

Die Kaindhütte auf dem welligen Almgelände der Steinbergalm ist der ideale Stützpunkt auf der Nordseite des Westkaisers für mehrtägige Hüttenwanderungen oder auch für Klettertouren am Zettenkaiser und Scheffauer. Die Hütte im traditionellen Stil wird von Renate und Michael Gruber mit guter Küche bewirtschaftet. Ein Besuch lohnt sich nicht nur aufgrund der reichhaltigen Tourenmöglichkeiten in der Umgebung.

Kaindlhütte auf der Steinbergalm im Wilden Kaiser

Eigentümer: Renate und Michael Gruber (privat)

Kontakt:+43 (0)664-1686568 oder über die Hompage unter www.kaindlhuette.com

Bewirtschaftung: von 1. Mai bis 1. November geöffnet, in der Hauptsaison für Übernachtungsplätze rechtzeitig reservieren.

Anfahrt

  • Die Kaindlhütte bietet sich mit für die Anreise mit der Bahn nach Kufstein an.
  • Die Inntalautobahn verlässt man in Kufstein-Nord und folgt der Ausschilderung zuerst in Richtung Zentrum und dann zum "Kaiserlift" mit großem Parkplatz. Wer mit dem Sessellift auffahren möchte, parkt am besten hier.
  • Wer lieber zu Fuß aufsteigt, kann bis zum Berghotel Hinterduxerhof fahren.
  • Mit dem Mountainbike kann man bis zu Hütte fahren - vom Ortsteil Mitterndorf führt eine Forststraße über das Berghaus Aschenbrenner und das Brentenjoch zur Kaindlhütte (ca. 1,5 h)
  • Wer vom Hintersteiner See aus starten möchte, fährt von Kufstein-Süd über die Eibergstraße nach Scheffau und zum Ostufer des Sees.

Die kecke Kaindlnadel im Ostgrat des Zettenkaisers
Die kecke Kaindlnadel im Ostgrat des Zettenkaisers

Zustiege:

  • Mit dem Kaiserlift kann man im Sommer bis zum Brentenjoch fahren - von dort sind es noch ca. 45 Minuten Fussmarsch entlang der Fahrstrasse zur Kaindlhütte.
  • Vom Hinterduxerhof steigt man entlang der ehemaligen Skipiste zum Brentenjoch auf und entlang der Fahrstraße zur Kaindlhütte; 2 bis 2,5 h
  • Vom Hintersteiner See über die Walleralm und das Hochegg in 2,5 h

Übergänge

  • zum Anton-Karg-Haus und zum Hans-Berger-Haus überden Bettlersteig in 2 - 3 Stunden, leichte bis mittelschwierige Bergwanderung
  • zur Wegscheidalm über Hocheck, Walleralm, Steinerhochalm und Kaiseralm in 3 - 4 Stunden, leichte Bergwanderung
  • zur Gruttenhütte über Hocheck, Walleralm, Steinerhochalm, Kaiserhochalm und Gruttenweg in 5 - 6 Stunden, Schwierigkeit: leicht

Das Mountainbike leistet im Zustieg zur Hütte, vor allem aber bei der Abfahrt gute Dienste.
Das Mountainbike leistet im Zustieg zur Hütte, vor allem aber bei der Abfahrt gute Dienste.

Gipfelanstiege

  • Gamskogel (1449 m), unschwierige Almwanderung in ca. 1 Stunde auf den schönen Aussichtsberg
  • Hocheck (1470 m), leichte Almwanderung auf den kleinen Grasberg westlich der Hütte in 30 min.
  • Scheffauer (2111 m), mittelschwierige Bergtour, leichter Klettersteig über den Widauersteig - Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, 3 Stunden
  • Zettenkaiser (1968 m), anspruchsvolle Bergtour über den steilen, teilweise schmierigen und luftigen Riegensteig, 3 h nur für trittsichere, schwindelfreie und erfahrene Bergwanderer.
  • Überschreitung Scheffauer (2111 m), Hackenköpfe (2119 m) zum Sonneck (2260 m) - ca. 5 - 6 Stunden, Rückweg über Güttlersteig und Bettlersteig weitere 3 - 4 Stunden. Super Bergtour für ausdauernde und erfahrene Bergsteiger, die auch im weglosen Schrofengelände und mit Kletterstellen im 1. und 2. Schwierigkeitsgrad zurechtkommen.

Klettermöglichkeiten

Vor allem die beiden Klassiker der Zettenkaiser-Ostwand und Scheffauer Nordwand (Ostler) sind sehr beliebt. Darüberhinaus existiert an diesen beiden Gipfeln noch ein Handvoll weiterer Routen, auch ein kleiner Klettergarten in Hüttennähe wurde eingerichtet. Darüberhinaus ist die Hütte ein idealer Ausgangspunkt für den "Weg der Freunde" an den Hackenköpfen.

Die Zettenkaiser-Ostwand gehört zu den beliebtesten Routen des Tourengebiets.
Die Zettenkaiser-Ostwand gehört zu den beliebtesten Routen des Tourengebiets.

Skitouren

Die Steinbergalm ist im Winter ein nettes kleines Skitourengebiet, das aber nur selten besucht wird. Während gegenüber am Weinbergerhaus bei schönem Wetter die Sonnenterasse gut gefüllt ist, nehmen nur wenige Tourengeher den Weg über den Gaisbachgraben in Angriff. Am ehesten wird noch das Taxköpfl bestiegen, während die schattigen Hänge zum Großen Friedhof unter der Scheffauer Nordwand oft unverspurten Pulver bieten.

Literatur